Konflikte entstehen immer in der Begegnung von Menschen. Wenn Menschen miteinander in Kontakt kommen, miteinander agieren, können sie Angst und Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen verspüren.
Zum Beispiel:
Wenn Menschen sich begegnen, sehen sie ein Verhalten, werden ihre Bedürfnisse durch ein (erwartetes/zugeschriebenes) Verhalten nicht erfüllt, entstehen Ängste.
Es gibt typische Ängste, die Ausdruck eines nicht erfüllten Bedürfnisses sind, zum Beispiel: Angst vor Ablehnung, Bewertung, vor Unbekanntem, Verletzung, in existentiellen Konflikten auch vor Zwang, teilweise bis zur Angst vor dem Tod. Dem gegenüber korrespondieren die Bedürfnisse: Liebe bzw. persönliche Annahme, Anerkennung, Orientierung und Freiraum, Autonomie, Transzendenz.
Gehen wir in den Konflikt, um auf diese Weise unsere Bedürfnisse zu „erkämpfen“, wird der Konflikt nur lösbar, wenn die Bedürfnisse verhandelt, nicht die Ängste verstärkt werden, da das Konflikt-Gegenüber ebenfalls Ängste und nicht-erfüllte Bedürfnisse hat.