Konflikte

Konfliktebenen - ein Modell zur Konfliktanalyse nach Johan Galtung

Wenn wir einen Konflikt betrachten, so finden wir das Gestaltphänomen der Figur (Person) und  des Hintergrundes (Struktur).
Es ist oft schwierig diese beiden in ihrem Zusammenspiel zu erkennen.
Die Kultur ist unsere Brille von der aus wir dies betrachten. Sie „teilt“ uns unbewusst mit, welche Präferenz wir in der Betrachtung wählen sollen.
 

Personelle Konfliktthemen beruhen auf nicht verhandelten und gelebten Bedürfnissen.
Ursachen sind Ängste, dominierende Verhaltensmuster, Kommunikationsprobleme, Symmetrien, eingefahrene psychologische Spiele, kollidierende Typen oder Entwicklungs- bzw. Altersthemen und biografische Prägungen.

Gehen wir personale Konfliktthemen an, so setzen wir unsere individuelle Entwicklung fort. Wir werden ruhiger, klarer und vor allen Dingen reifer im Umgang mit anderen Menschen und mit uns selbst.
 

Strukturelle Konfliktthemen begründen sich auf dem nicht verhandelten und gelebten Bedarf der Gruppe oder Organisation.
Ursachen sind unklare Funktionen, unbewusste Rollen, unklare Grenzen, diffuser Umgang mit Macht, usw.. Die Folgen sind zum Beispiel Unproduktivität eines Teams, Demotivation, Mobbing.

Wenn wir die strukturellen Themen angehen, finden wir zu Rahmenbedingungen, die unser Leben und Arbeiten erleichtern und bereichern.
 

Kulturelle Konfliktthemen haben viel mit der Betrachtungsweise von Verhaltensweisen und Werten zu tun.
Mit der uns eigenen Kultur rechtfertigen wir Menschen unser Denken, Fühlen und Handeln. Wie Konflikte gesehen und verarbeitet werden ist kulturgebunden.

Wenn wir uns öffnen verlieren wir nicht unsere Identität, wir gewinnen vielmehr eine Erweiterung unseres Blickfeldes.