Konflikte

Keine Konfliktlösung in Sicht?

Es gibt noch ein viertes Verhaltensmuster, welches den Lösungsansatz für einen Konflikt birgt: die Auseinandersetzung oder Verhandlung.

Das bedeutet nicht, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, dann wäre man wieder im Kampfmuster.
Die Auseinandersetzung oder Verhandlung impliziert das Aussprechen der Bedürfnisse, Ängste, Ärgernisse, der Ursachen für den Konflikt aus der Sicht der Beteiligten.

Wenn der Konflikt und was dahinter steht wahrgenommen und benannt wurde, ist eine Basis da, miteinander nach einer Lösung zu suchen und die unterschiedlichen Interessen zu verhandeln. An dieser Stelle setzt konstruktive Konfliktbearbeitung an.


In der konstruktiven, gewaltfreien Konfliktbearbeitung wird durch die Verhandlung der Bedürfnisse und Ängste nach der Erlaubnis gefragt, dem anderen zu begegnen und wie wir uns gegenüber dem anderen verhalten (dürfen).


Die Erlaubnis ist der Schlüssel für gewaltfreie Kontakte, die Grenze des anderen zu berühren, mit Erlaubnis zu überschreiten, in Kontakt zu kommen.... Eine gewaltfreie Beziehungskultur ist eine Erlaubniskultur.

Gewaltfreiheit bedeutet:

Grenzen erkennen, Bedürfnisse formulieren, Ängste respektieren, Erlaubnisse zu brauchen, um miteinander in Aktion zu kommen.


Doch: Nicht jeder Konflikt kann gelöst werden und nicht jeder Konflikt muss gelöst werden. Genauso wie Konflikte nicht immer schlecht und negativ sind.

Konflikte haben oft eine Aufgabe, sie sind Entwicklungshelfer, Wach - und Spürhunde und weisen uns darauf hin, dass es in der Beziehung zwischen Menschen und Gruppen eine Verhaltensänderung braucht, damit jedeR seinen und ihren Freiraum hat und die Bedürfnisse  befriedigen  kann.